Diagnostik

Moderne Technik für Ihre Gesundheit

Die Praxis verfügt über Röntgen und Sonografie.

Kleines Lexikon der Kinderorthopädie

In der Kinderorthopädie steht die Früherkennung und Vorsorge von Störungen in der Entwicklung des Haltungs-und Bewegungsapparates an erster Stelle.

Die bekanntesten orthopädischen Erkrankungen im Kindesalter sind:

Coxitis fugax
Die Coxitis fugax ist eine kurzzeitige Entzündung des kindlichen Hüftgelenkes. In 50% der kleinen Patienten (3-7 Jahre) werden vorangegangene Infekte der oberen Luftwege angegeben. Die Kinder klagen über Schmerzen im Hüftgelenk, ggf. auch Oberschenkel und Kniegelenk und weisen ein Schonhinken auf. Der Erguss kann gut mittels Sonografie dargestellt werden.
Die Therapie ist durch Entlastung und ggf. kurzzeitiger entzündungslindernder Medikation rasch erfolgreich.

Morbus Perthes
Hierbei handelt es sich um eine Wachstumsstörung des Hüftkopfes aufgrund einer Durchblutungsstörung der Wachstumssfuge bei Kindern zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr. Der "Perthes" läuft in mehreren Stadien ab und ist von einer mehr oder weniger großen Zerstörung des Hüftkopfes gekennzeichnet.
Neben der konservativen Therapie mit ggf. Orthesenbehandlung ist die operative Korrektur die Therapie der Wahl.

Epiphyseolysis capitis femoris
Der orthopädische Notfall ist das akute Ablösen des Hüftkopfes von der Wachstumsfuge vorwiegend im pubertären Alter. Die schleichende Verlaufsform zeigt sich anfangs in leichtem Hinken und Schmerzen in Oberschenkel- und Kniegelenk. Beweisend ist die Röntgenaufnahme.
Bei nachgewiesenem Abrutschen muss der Hüftkopf eingerichtet und operativ fixiert werden. In jedem Fall werden die Patienten engmaschig überwacht, um auch die anfällige Gegenseite zu beobachten.

Wirbelsäulenerkrankungen

Skoliose
Die Skoliose ist eine Seitverbiegung der Wirbelsäule mit Verdrehung, deren Ursache oftmals noch ungeklärt ist. Entsprechend den Wachstumsphasen muss vor allem in den ersten 5 Lebensjahren und während der Pubertät mit einer Progredienz gerechnet werden. Bei Mädchen, die im allgemeinen wesentlich stärker gefährdet sind, beginnt der Wachstumsschub zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr. Die Skoliose verläuft ohne Schmerzen, wird aber durch einen Rippenbuckel und eventuellen Lendenwulst sichtbar. Eine Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule ist unerlässlich und konkretisiert das Ausmaß der Verbiegung.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die aktive Mitarbeit unserer Patientinnen bis zum Wachstumsabschluss.

Morbus Scheuermann
Beim "Scheuermann" kommt es zu einer Wachstumsstörung an den Grund- und Deckplatten und keilförmige Deformierung der Wirbelkörper. Infolgedessen entwickelt sich eine zunehmende Kyphose (Rundrücken). Die Jugendlichen werden wegen Rückenschmerzen vorstellig. Eine Röntgenuntersuchung sichert die Diagnose. Therapie der Wahl ist eine intensive aufrichtende Krankengymnastik. Nur selten in sehr schweren Fälle ist ein Korsett erforderlich.